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Monthly Archives: Oktober 2009

LG Berlin – Erhöhungsverlangen hilfsweise, Bruttokaltmiete

29-Okt-09

1. Bei einem Mieterhöhungsverlangen, das für den Fall der Unwirksamkeit eines vorangegangenen Erhöhungsverlangens gelten soll, liegt eine zulässige Rechtsbedingung vor (Bestätigung von LG Berlin GE 2002,1266). 2. Für eine Erhöhung der Bruttomiete reicht die Angabe des vom Vermieter für maßgeblich erachteten Betriebskostenanteils im Mieterhöhungsverlangen, der nur bei Bestreiten im Rechtsstreit zu erläutern ist. LG Berlin, [...]

BGH – Wohnflächenabweichung bei Doppelhausfläche mit Garten

28-Okt-09

Auch bei einem vermieteten Einfamilienhaus mit Garten stellt eine Wohnflächenabweichung einen zur Minderung berechtigenden Mangel dar, wenn die tatsächliche Wohnfläche von der vereinbarten Wohnfläche um mehr als 10 % nach unten abweicht. Eine Anhebung dieses Grenzwerts wegen der mitvermieteten Gartenfläche kommt nicht in Betracht (Fortführung von BGH, Urteile vom 24. März 2004, VIII ZR 133/03, [...]

BGH – Verwirkung alter Betriebskostenzeiträume durch neuere Abrechnung

27-Okt-09

Allein die Tatsache, dass der Vermieter die mietvertraglich vereinbarte Frist zur Abrechnung über die Betriebskosten hat verstreichen lassen, führt nicht zur Verwirkung der Nachzahlungsforderung (Fortführung BGH, 31. Oktober 2007, VIII ZR 261/06, NJW 2008, 142). Jedoch tritt Verwirkung ein, wenn der Vermieter neuere Abrechnungszeiträume (hier: 2002 wurde abgerechnet, 2001 wird geltend gemacht) bereits abgerechnet hatte, [...]

BGH – Jobcenter nicht Erfüllungsgehilfe des Mieters

21-Okt-09

Das Jobcenter (Sozialamt), das für einen hilfebedürftigen Wohnungsmieter die Kosten der Unterkunft in der Weise übernimmt, dass es die Miete direkt an den Vermieter des Hilfebedürftigen überweist, ist nicht Erfüllungsgehilfe des Mieters. BGH, Urteil vom 21.10.2009 -VIII ZR 64/09-ín WuM 2010, 736

LG Berlin – Keine Schätzung bei fehlenden Heizkostenverteilern

06-Okt-09

§ 9 a HeizkV gibt dem Vermieter, der seiner Pflicht zur Anbringung von Heizkostenverteilern nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt oder aus anderen Gründen die nicht verbrauchsabhängige Abrechnung zu vertreten hat, nicht das Recht, stattdessen den Verbrauch zu schatzen. LG Berlin, Urteil vom 6. Oktober 2009 – 63 5 555/08- in GE 2010, 126

KG – Versorgungssperre durch Dritten als verbotene Eigenmacht

01-Okt-09

Eine Unterbrechung von Versorgungsleitungen durch einen außenstehenden Dritten kann -anders als eine Versorgungssperre, die in der Einstellung von Leistungen besteht (siehe dazu BGH, Urteil vom 06.05.2009 -XII ZR 137/07- in GE 2009, 775) – gegenüber dem Besitzer der Räume verbotene Eigenmacht darstellen. KG, Beschluss vom 01.10.2009 -8 U 105/09- in GE 2010, 61