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	<title>mietrechtsinfo.de &#187; Kündigung</title>
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	<description>Informationen und Rechtsprechung zum  Mietrecht</description>
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		<title>&#220;ble Nachrede des Vermieters &#8211; Zerr&#252;ttungsk&#252;ndigung des Mieters</title>
		<link>http://mietrechtsinfo.de/2010/09/uble-nachrede-des-vermieters-zerruttungskundigung-des-mieters/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 10:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gewerbemiete]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei einem gewerblichen Mietverh&#228;ltnis kann f&#252;r den Mieter ein Recht zur fristlosen K&#252;ndigung gem&#228;&#223; § 543 Abs. 1 BGB bestehen, wenn der Vermieter gegen&#252;ber Dritten ohne berechtigtes Interesse Behauptungen aufstellt, die geeignet sind, den Gewerbebetrieb des Mieters nachhaltig zu beeintr&#228;chtigen, und deshalb die das Schuldverh&#228;ltnis tragende Vertrauensgrundlage derart zerst&#246;rt ist, dass dem Mieter unter Abw&#228;gung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einem gewerblichen Mietverh&#228;ltnis kann f&#252;r den Mieter ein Recht zur fristlosen K&#252;ndigung gem&#228;&#223; § 543 Abs. 1 BGB bestehen, wenn der Vermieter gegen&#252;ber Dritten ohne berechtigtes Interesse Behauptungen aufstellt, die geeignet sind, den Gewerbebetrieb des Mieters nachhaltig zu beeintr&#228;chtigen, und deshalb die das Schuldverh&#228;ltnis tragende Vertrauensgrundlage derart zerst&#246;rt ist, dass dem Mieter unter Abw&#228;gung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverh&#228;ltnisses bis zum Ablauf der K&#252;ndigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverh&#228;ltnisses auch bei Anlegung eines strengen Ma&#223;stabes nicht mehr zugemutet werden kann.</p>
<p>BGH, Urteil vom 15.09.2010 -XII ZR 188/08- in GE 2010, 1413</p>
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		<title>Begr&#252;ndung der fristlosen K&#252;ndigung in nicht einfachen F&#228;llen</title>
		<link>http://mietrechtsinfo.de/2010/05/begrundung-der-fristlosen-kundigung-in-nicht-einfachen-fallen/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 07:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kündigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gen&#252;gt zur formellen Wirksamkeit einer auf Mietzahlungsverzug gest&#252;tzten K&#252;ndigung des Vermieters, dass der Mieter anhand der Begr&#252;ndung des K&#252;ndigungsschreibens erkennen kann, von welchem Mietr&#252;ckstand der Vermieter ausgeht und dass er diesen R&#252;ckstand als gesetzlichen Grund f&#252;r die fristlose K&#252;ndigung wegen Zahlungsverzugs heranzieht. Dar&#252;ber hinaus gehende Angaben sind auch dann nicht erforderlich, wenn es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gen&#252;gt zur formellen Wirksamkeit einer auf Mietzahlungsverzug gest&#252;tzten K&#252;ndigung des Vermieters, dass der Mieter anhand der Begr&#252;ndung des K&#252;ndigungsschreibens erkennen kann, von welchem Mietr&#252;ckstand der Vermieter ausgeht und dass er diesen R&#252;ckstand als gesetzlichen Grund f&#252;r die fristlose K&#252;ndigung wegen Zahlungsverzugs heranzieht. Dar&#252;ber hinaus gehende Angaben sind auch dann nicht erforderlich, wenn es sich nicht um eine klare und einfache Sachlage handelt (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 22.12.2003 -VIII ZB 94/03- in NJW 2004, 850).</p>
<p>BGH, Urteil vom 12.05.2010 -VIII ZR 96/09- in GE 2010, 975</p>
<p><span id="more-602"></span>
<p>Der BGH stellt mit dieser Entscheidung klar, dass die Angabe des zur K&#252;ndigung angef&#252;hrten R&#252;ckstandes (Zeitraum, Betrag) f&#252;r die formelle Wirksamkeit der K&#252;ndigung ausreichend ist. Der Vermieter muss in der K&#252;ndigung nicht im Einzelnen die Verrechnung eingegangener Zahlungen oder weitere Erl&#228;uterungen zur Berechnung des k&#252;ndigungsrelevanten R&#252;ckstandes angeben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH &#8211; Eigenbedarfsk&#252;ndigung durch GbR und K&#252;ndigungsschutz</title>
		<link>http://mietrechtsinfo.de/2009/07/bgh-eigenbedarfskuendigung-durch-gbr-und-kuendigungsschutz/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 10:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Vertragsrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mietrechtsinfo.de/2009/07/16/bgh-eigenbedarfskuendigung-durch-gbr-und-kuendigungsschutz/</guid>
		<description><![CDATA[Auf eine K&#252;ndigung eines Wohnraummietverh&#228;ltnisses durch eine Gesellschaft b&#252;rgerlichen Rechts wegen Eigenbedarfs eines Gesellschafters findet die K&#252;ndigungsbeschr&#228;nkung des § 577a BGB keine Anwendung, wenn nach der K&#252;ndigung Wohnungseigentum der Gesellschafter begr&#252;ndet wird (Rn.17). Das gilt auch dann, wenn die Gesellschaft das Wohnanwesen zu dem Zweck erworben hat, die vorhandenen Wohnungen in Wohnungseigentum der Gesellschafter umzuwandeln. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf eine K&#252;ndigung eines Wohnraummietverh&#228;ltnisses durch eine Gesellschaft b&#252;rgerlichen Rechts wegen Eigenbedarfs eines Gesellschafters findet die K&#252;ndigungsbeschr&#228;nkung des § 577a BGB keine Anwendung, wenn nach der K&#252;ndigung Wohnungseigentum der Gesellschafter begr&#252;ndet wird (Rn.17). Das gilt auch dann, wenn die Gesellschaft das Wohnanwesen zu dem Zweck erworben hat, die vorhandenen Wohnungen in Wohnungseigentum der Gesellschafter umzuwandeln.</p>
<p>BGH, Urteil vom 16.07.2009 -VIII ZR 231/08- in WuM 2009, 519</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH &#8211; erhebliche Wohnfl&#228;chenabweichung als K&#252;ndigungsgrund</title>
		<link>http://mietrechtsinfo.de/2009/04/bgh-erhebliche-wohnflaechenabweichung-als-kuendigungsgrund/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 17:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gewährleistung]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Flächenabweichung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine fristlose K&#252;ndigung nach § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BGB erfordert nicht, dass der Mieter darlegt, warum ihm die Fortsetzung des Mietverh&#228;ltnisses nicht zumutbar ist. F&#252;r die Wirksamkeit einer K&#252;ndigung gen&#252;gt es vielmehr grunds&#228;tzlich, wenn einer der in § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BGB aufgef&#252;hrten Tatbest&#228;nde vorliegt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine fristlose K&#252;ndigung nach § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BGB erfordert nicht, dass der Mieter darlegt, warum ihm die Fortsetzung des Mietverh&#228;ltnisses nicht zumutbar ist. F&#252;r die Wirksamkeit einer K&#252;ndigung gen&#252;gt es vielmehr grunds&#228;tzlich, wenn einer der in § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BGB aufgef&#252;hrten Tatbest&#228;nde vorliegt. Dies gilt auch, wenn die angemietete Wohnung mehr als 20 % weniger Wohnfl&#228;che hat als vertraglich vereinbart.</p>
<p>BGH, Urteil vom 29.04.2009 -VIII ZR 142/08- in WuM 2009, 349</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH &#8211; Jobcenter nicht Erf&#252;llungsgehilfe des Mieters</title>
		<link>http://mietrechtsinfo.de/2009/10/bgh-jobcenter-nicht-erfuellungsgehilfe-des-mieters/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 17:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kündigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mietrechtsinfo.de/2009/10/21/bgh-jobcenter-nicht-erfuellungsgehilfe-des-mieters/</guid>
		<description><![CDATA[Das Jobcenter (Sozialamt), das f&#252;r einen hilfebed&#252;rftigen Wohnungsmieter die Kosten der Unterkunft in der Weise &#252;bernimmt, dass es die Miete direkt an den Vermieter des Hilfebed&#252;rftigen &#252;berweist, ist nicht Erf&#252;llungsgehilfe des Mieters. BGH, Urteil vom 21.10.2009 -VIII ZR 64/09-ín WuM 2010, 736 Problem: H&#228;ufig zahlt das Jobcenter f&#252;r den Mieter direkt an den Vermieter, jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jobcenter (Sozialamt), das f&#252;r einen hilfebed&#252;rftigen Wohnungsmieter die Kosten der Unterkunft in der Weise &#252;bernimmt, dass es die Miete direkt an den Vermieter des Hilfebed&#252;rftigen &#252;berweist, ist nicht Erf&#252;llungsgehilfe des Mieters.</p>
<p>BGH, Urteil vom 21.10.2009 -VIII ZR 64/09-ín WuM 2010, 736</p>
<p><span id="more-419"></span>
<p>Problem: H&#228;ufig zahlt das Jobcenter f&#252;r den Mieter direkt an den Vermieter, jedoch zu sp&#228;t. Fraglich ist, ob der Mieter sich diese Verletzung vertraglicher Pflichten (etwa bei einer K&#252;ndigung des Vermieters wegen unp&#252;nktlicher Mietzahlungen) zurechnen lassen muss.</p>
<p>Der BGH stellt klar, dass der Mieter sich ein Verschulden des Jobcenters nicht anrechnen lassen muss, weil dieses nicht Erf&#252;llungsgehilfe des Mieters ist. Wenn der Mieter wegen unp&#252;nktlicher Mietzahlungen abgemahnt worden ist und das Jobcenter trotzdem weiter unp&#252;nktlich zahlt, ist der Mieter &#8220;aus dem Schneider&#8221; &#8211; er hat damit seine vertraglichen Pflichten erf&#252;llt.</p>
<p>Solche pflichtwidrigen unp&#252;nktlichen Zahlungen des Jobcenters reichen f&#252;r eine K&#252;ndigung nach § 543 BGB nicht aus.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH &#8211; K&#252;ndigung wegen Hinderung wirtschaftlicher Verwertung</title>
		<link>http://mietrechtsinfo.de/2009/01/bgh-kuendigung-wegen-hinderung-wirtschaftlicher-verwertung/</link>
		<comments>http://mietrechtsinfo.de/2009/01/bgh-kuendigung-wegen-hinderung-wirtschaftlicher-verwertung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 14:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertungskündigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine wirtschaftliche Verwertung ist angemessen im Sinne des § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB, wenn sie von vern&#252;nftigen, nachvollziehbaren Erw&#228;gungen getragen wird. Die Beurteilung der Frage, ob dem Eigent&#252;mer durch den Fortbestand eines Mietvertrages erhebliche Nachteile entstehen und er deshalb zur K&#252;ndigung des Mietverh&#228;ltnisses berechtigt ist, ist vor dem Hintergrund der Sozialpflichtigkeit des Eigentums [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li>Eine wirtschaftliche Verwertung ist angemessen im Sinne des § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB, wenn sie von vern&#252;nftigen, nachvollziehbaren Erw&#228;gungen getragen wird.</li>
<li>Die Beurteilung der Frage, ob dem Eigent&#252;mer durch den Fortbestand eines Mietvertrages erhebliche Nachteile entstehen und er deshalb zur K&#252;ndigung des Mietverh&#228;ltnisses berechtigt ist, ist vor dem Hintergrund der Sozialpflichtigkeit des Eigentums (Art. 14 Abs. 2 GG) und damit des grunds&#228;tzlichen Bestandsinteresses des Mieters, in der bisherigen Wohnung als seinem Lebensmittelpunkt zu verbleiben, vorzunehmen. Die hierzu erforderliche Abw&#228;gung entzieht sich einer generalisierenden Betrachtung; sie l&#228;sst sich nur im Einzelfall unter Ber&#252;cksichtigung aller Umst&#228;nde des Einzelfalls und der konkreten Situation des Vermieters treffen.</li>
<li>Ist wegen des Alters und schlechten baulichen Zustands eines Geb&#228;udes gemessen an &#252;blichen Wohnverh&#228;ltnissen eine &#8220;Vollsanierung&#8221; oder ein Abriss mit anschlie&#223;ender Errichtung eines Neubaus geboten, kann ein erheblicher Nachteil des Vermieters im Sinne des § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB darin liegen, dass er anderenfalls auf notd&#252;rftige Ma&#223;nahmen (&#8220;Minimalsanierung&#8221;) verwiesen ist, die weder zu einer nachhaltigen Verbesserung noch zur Verl&#228;ngerung einer verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig geringen Restlebensdauer des Geb&#228;udes (hier 15 bis 20 Jahre) f&#252;hren.</li>
</ol>
<p>BGH, Urteil vom 28.01.2009 &#8211; VIII ZR 8/08- in WuM 2009, 183 und GE 2009, 381</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH &#8211; K&#252;ndigungssperrfrist f&#252;r den eintretenden Angeh&#246;rigen des verstorbenen Mieters</title>
		<link>http://mietrechtsinfo.de/2003/07/bgh-kuendigungssperrfrist-fuer-den-eintretenden-angehoerigen-des-verstorbenen-mieters/</link>
		<comments>http://mietrechtsinfo.de/2003/07/bgh-kuendigungssperrfrist-fuer-den-eintretenden-angehoerigen-des-verstorbenen-mieters/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2003 19:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kündigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mietrechtsinfo.de/2003/07/29/bgh-kuendigungssperrfrist-fuer-den-eintretenden-angehoerigen-des-verstorbenen-mieters/</guid>
		<description><![CDATA[Wohnungseigentum ist auch dann „nach der &#220;berlassung an den Mieter&#8221; im Sinne des § 564b Abs. 2 Nr. 2 Satz 2 BGB a.F. begr&#252;ndet worden, wenn der Mieter, dem gek&#252;ndigt wurde, zur Zeit der Begr&#252;ndung des Wohnungseigentums als Angeh&#246;riger in der Wohnung lebte und mit dem Tode des damaligen Mieters kraft Gesetzes in das Mietverh&#228;ltnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wohnungseigentum ist auch dann „nach der &#220;berlassung an den Mieter&#8221; im Sinne des § 564b Abs. 2 Nr. 2 Satz 2 BGB a.F. begr&#252;ndet worden, wenn der Mieter, dem gek&#252;ndigt wurde, zur Zeit der Begr&#252;ndung des Wohnungseigentums als Angeh&#246;riger in der Wohnung lebte und mit dem Tode des damaligen Mieters kraft Gesetzes in das Mietverh&#228;ltnis eingetreten ist. Der Angeh&#246;rige r&#252;ckt auch bez&#252;glich der Wartefrist, die der Vermieter f&#252;r eine K&#252;ndigung wegen Eigenbedarfs zu beachten hat, in die Rechtsposition des verstorbenen Mieters ein.</p>
<p>BGH, Urteil vom 09.07.2003 -VIII ZR 26/03- in WuM 2003, 569 und GE 2003, 1326</p>
<p><span id="more-141"></span></p>
<p>Die Familie der verstorbenen urspr&#252;nglichen Mieter wohnten mit drei Generationen in einer ger&#228;umigen Altbauwohnung, die in Wohnungseigentum umgewandelt wurde. Nach dem Tod der urspr&#252;nglichen Mieter trat deren Tochter (die bei Abschluss dieses Verfahrens bereits &#252;ber 80 Jahre alt war) in das Mietverh&#228;ltnis ein.</p>
<p>Und der Erwerber der Wohnung k&#252;ndigte diese- wegen Eigenbedarfs. Zum Zeitpunkt der K&#252;ndigung liefen noch alle einschl&#228;gigen K&#252;ndigungssperrfristen; sowohl die f&#252;nfj&#228;hrige Sperrfrist des § 564 b Abs. 2 Nr. 2 Satz 3 BGB a.F. als auch die zehnj&#228;hrige Sperrfrist nach Satz 2 Nr. 1 des Sozialklauselgesetzes.</p>
<p>Beide Sperrfristen waren nur anwendbar, wenn die &#8220;&#220;berlassung&#8221; an den Mieter <strong>vor</strong> Begr&#252;ndung des Wohnungseigentums erfolgt war.</p>
<p>Der BGH stellt dazu klar, dass die es f&#252;r den Zeitpunkt der &#220;berlassung auf den urspr&#252;nglichen Mietvertrag ankommt und nicht auf den Todesfall und dadurch erfolgten Eintritt des Familienangeh&#246;rigen.</p>
<p>Damit lag die K&#252;ndigung des Wohnungseigent&#252;mer noch innerhalb s&#228;mtlicher Sperrfristen und war daher unwirksam.</p>
<p>Der BGH schlie&#223;t sich hier der ganz &#252;berwiegenden Meinung im Schrifttum an, wonach der Eintritt des Familienangeh&#246;rigen in die zum Zeitpunkt des Todes des Mieters in s&#228;mtliche bereits bestehenden Rechtspositionen erfolgt (vgl. etwa Heile, in: Bub/Treier, aaO, Kap. II Rdnr. 843; Staudinger/Sonnenschein, aaO, § 569 a Rdnr. 4).</p>
<p>Auf eine im Verlauf des Prozesses erkl&#228;rte neuerliche K&#252;ndigung des Vermieters kam es aus revisionsrechtlichen Gr&#252;nden nicht an.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH &#8211; ordentliche K&#252;ndigung ohne Abmahnung</title>
		<link>http://mietrechtsinfo.de/2007/11/bgh-ordentliche-kuendigung-ohne-abmahnung/</link>
		<comments>http://mietrechtsinfo.de/2007/11/bgh-ordentliche-kuendigung-ohne-abmahnung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 16:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kündigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mietrechtsinfo.de/2007/11/28/bgh-ordentliche-kuendigung-ohne-abmahnung/</guid>
		<description><![CDATA[Die ordentliche K&#252;ndigung eines Mietverh&#228;ltnisses &#252;ber Wohnraum durch den Vermieter wegen schuldhafter nicht unerheblicher Vertragsverletzung des Mieters (§ 573 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB) setzt nicht eine Abmahnung des Mieters durch den Vermieter voraus. Allerdings kann der Abmahnung f&#252;r die K&#252;ndigung ausnahmsweise insofern Bedeutung zukommen, als erst ihre Missachtung durch den Mieter dessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ordentliche K&#252;ndigung eines Mietverh&#228;ltnisses &#252;ber Wohnraum durch den Vermieter wegen schuldhafter nicht unerheblicher Vertragsverletzung des Mieters (§ 573 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB) setzt nicht eine Abmahnung des Mieters durch den Vermieter voraus. Allerdings kann der Abmahnung f&#252;r die K&#252;ndigung ausnahmsweise insofern Bedeutung zukommen, als erst ihre Missachtung durch den Mieter dessen Vertragsverletzung das f&#252;r die K&#252;ndigung erforderliche Gewicht verleiht.<br />
BGH v. 28.11.2007 &#8211; VIII ZR 145/07 -, WuM 2008, 31; GE 2008, 114</p>
<p><span id="more-285"></span></p>
<p>Der BGH stellt klar, dass nicht in jedem Fall eine f&#246;rmliche Abmahnung der ordentlichen K&#252;ndigung des Vermieters wegen schuldhafter Vertragsverletzung voraus gehen muss.</p>
<p>Die ordentliche K&#252;ndigung ist nach dem Willen des Gesetzgebers, Sinn und Zweck der Vorschrift und der Systematik des Gesetzes keine „ultima ratio“, also letztes Mittel bei schweren Vertragsverletzungen des Mieters sondern „prima ratio“, also erstes Mittel zur Vertragsbeendigung in F&#228;llen kleinerer, hartn&#228;ckiger Vertragsverletzungen des Mieters. Der Mieter sei immerhin durch die l&#228;ngere K&#252;ndigungsfrist gesch&#252;tzt. Eine vorherige Abmahnung erh&#246;ht aber den K&#252;ndigungsdruck auf den Mieter und erleichtert daher die K&#252;ndigung.</p>
<p>Perspektiven und Schlussfolgerungen:</p>
<ol>
<li>Der BGH gibt der ordentlichen K&#252;ndigung des Vermieters wegen Vertragsverletzung einen neuen, h&#246;heren Stellenwert.</li>
<li>Eine ordentliche K&#252;ndigung setzt nicht in jedem Fall eine vorherige Abmahnung voraus und ist auch</li>
<li>bei kleineren Vertragsverletzungen m&#246;glich.</li>
<li>Eine Abmahnung erh&#246;ht die Erfolgschancen der K&#252;ndigung.</li>
</ol>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH &#8211; rechtsmissbr&#228;uchliche K&#252;ndigung bei verweigerter Untermieterlaubnis</title>
		<link>http://mietrechtsinfo.de/2009/11/bgh-rechtsmissbraeuchliche-kuendigung-bei-verweigerter-untermieterlaubnis/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 17:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kündigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Aus&#252;bung eines sich aus der unberechtigten Verweigerung der Erlaubnis zur Untervermietung ergebenden au&#223;erordentlichen K&#252;ndigungsrechts nach § 540 Abs. 1 Satz 2 BGB ist rechtsmissbr&#228;uchlich, wenn dem k&#252;ndigenden Hauptmieter bekannt ist, dass ein Mietinteresse der benannten Untermieter nicht besteht BGH, Urteil vom 11.11.2009 -VIII ZR 294/08- in DWW 2010, 18 und WuM 2010, 30]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Aus&#252;bung eines sich aus der unberechtigten Verweigerung der Erlaubnis zur Untervermietung ergebenden au&#223;erordentlichen K&#252;ndigungsrechts nach § 540 Abs. 1 Satz 2 BGB ist rechtsmissbr&#228;uchlich, wenn dem k&#252;ndigenden Hauptmieter bekannt ist, dass ein Mietinteresse der benannten Untermieter nicht besteht</p>
<p>BGH, Urteil vom 11.11.2009 -VIII ZR 294/08- in DWW 2010, 18 und WuM 2010, 30</p>
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		<title>BGH &#8211; Schadensersatz nach vorget&#228;uschtem Eigenbedarf</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 11:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Ziemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Speziell]]></category>

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		<description><![CDATA[Einem Mieter, der auf eine K&#252;ndigung wegen eines vorget&#228;uschten Eigenbedarfs hin auszieht, stehen Schadensersatzanspr&#252;che wegen unberechtigter K&#252;ndigung auch dann zu, wenn die K&#252;ndigung zwar formell unwirksam ist, der Vermieter ihm den Eigenbedarf aber schl&#252;ssig dargetan und er keine Veranlassung hatte, die Angaben des Vermieters in Zweifel zu ziehen. Darf der Mieter das R&#228;umungsverlangen des Vermieters [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li>Einem Mieter, der auf eine K&#252;ndigung wegen eines vorget&#228;uschten Eigenbedarfs hin auszieht, stehen Schadensersatzanspr&#252;che wegen unberechtigter K&#252;ndigung auch dann zu, wenn die K&#252;ndigung zwar formell unwirksam ist, der Vermieter ihm den Eigenbedarf aber schl&#252;ssig dargetan und er keine Veranlassung hatte, die Angaben des Vermieters in Zweifel zu ziehen.</li>
<li>Darf der Mieter das R&#228;umungsverlangen des Vermieters materiell f&#252;r berechtigt halten, wird sein  Schadensersatzanspruch nicht dadurch ausgeschlossen, dass er &#8211; in der Vorstellung, zur R&#228;umung des Mietobjekts verpflichtet zu sein &#8211; sich mit dem Vermieter auf eine einvernehmliche Beendigung des Mietverh&#228;ltnisses einigt (zum Kausalzusammenhang zwischen K&#252;ndigung und Auszug trotz Aufhebungsvereinbarung).</li>
</ol>
<p>BGH, Urteil vom 08.04.2009 -VIII ZR 231/07- in WuM 2009, 359</p>
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